Stevia-Schokolade: Zarte Versuchung ohne Sünde?

Der Verzehr von Schokolade ist für viele Menschen ein köstliches, zartschmelzendes Erlebnis, dass sich leider viel zu schnell auf den Hüften bemerkbar macht. Dennoch verzichtet man ungern auf diesen Genuss. Doch was wäre, wenn es plötzlich Schokolade geben würde, die ohne schlechtes Gewissen vernascht werden kann? Die revolutionäre Erfindung, mit der das möglich ist, heißt Stevia.

Grünes Licht für Stevia-Lebensmittel

Schon seit längerer Zeit erforschen Wissenschaftler den pflanzlichen „Wunderzucker“ Stevia, um mögliche Risiken auszuschließen. Anfangs standen Stevioglycoside, die süßen Inhaltsstoffe aus den Blättern der in Paraguay wachsenden Pflanze, im Verdacht, Krebs zu fördern. Die European Food Safety Authority (efsa) hat diese Befürchtungen jedoch nicht bestätigt. Seit Dezember 2011 können Produkte, in denen Stevia enthalten ist, daher auch in Deutschland offiziell erworben werden.

Stevia ist 300 Mal süßer als Zucker. Die daraus hergestellte Schokolade kann dabei bis zu 65 Prozent weniger Kalorien enthalten als herkömmliche Schokolade. Im Gegensatz zu Diät-Schokoladen haben mit Stevia versetzte Lebensmittel keine Nebenwirkungen. Nicht nur ernährungsbewussten Menschen, sondern auch Diabetikern würde Stevia-Schokolade neue Möglichkeiten bieten.

Geschmackserlebnis mit Hindernissen

Es wäre wohl zu schön um wahr zu sein, wenn diese Erkenntnisse ganz ohne Nachteile blieben und wir zukünftig durch den Verzehr von Schokolade keine Kalorien mehr zu uns nehmen würden, so wie es von vielen Marketingstrategen angepriesen wird.

Wie Anne Brockhoff, Wissenschaftlerin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung, dem Stern berichtet, wird der Süßstoff herkömmlichen Zucker zumindest in nächster Zeit nicht vollständig ersetzen können.

Eine große Herausforderung für die Lebensmittelchemiker stellt die in Deutschland erlaubte Höchstmenge an Stevia von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht dar. Bisher musste stets herkömmlicher Zucker hinzu geführt werden, damit diese Vorgaben nicht überschritten werden. Die Kalorienmenge wird zwar um etwa 50 Prozent gesenkt, aber der positive Effekt von Stevia kommt dadurch nicht gänzlich zum Tragen. Unbedenklich naschen können wir also nicht.

Ein weiterer Nachteil, welcher viele Genießer auf die Probe stellt, ergibt sich aus dem leicht bitteren Nachgeschmack, den diese Pflanze auslöst. Dadurch kann sich das Geschmackserlebnis von Schokolade verändern. „Wie Stevia schließlich in den fertigen Lebensmitteln schmeckt, bleib abzuwarten“, so die Ernährungswissenschaftlerin Brockhoff.

Stevia in Schokolade

Der belgische Schokoladenhersteller Cavalier hat sich allerdings nun an das Thema „Stevia-Schokolade“ herangewagt. Herausgekommen ist eine wirklich gut schmeckende Stevia-Schokolade mit vielen verschiedenen, interessanten Geschmacksrichtungen, die wir nun auch in unserem Shop führen. Hier gelangen Sie zu unserer Stevia-Schokolade!

Foto: photocase.com © ieniemienie

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Ein Kommentar zu “Stevia-Schokolade: Zarte Versuchung ohne Sünde?

  1. Naja, hunderprozentige Stevia Schokolade… ich bin froh, dass es zumindest ernstzunehmende Alternativen zu den Zuckerbomben gibt. Ich denke auch, dass wir Stevia-Freunde in so kurzer zeit nicht zuviel erwarten sollten. Die Zulassung ist ja gerade mal ein halbes Jahr her, das wird schon noch.
    Es ist doch acuh hier so, dass alles seine Zeit braucht, um sich durchzusetzen. Nicht zuletzt brauchen die Verbraucher ebenfalls Gelegenheiten, sich ausreichend mit diesem Thema zu befassen. Viele wissen immernoch nicht, was Stevia ist und warum es gesünder als Zucker ist. Aber dazu tragen wir ja all mit solchen Infos und Tipps bei.

    Grüße
    Peter

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