Dass Stevia Diabetes Kranke bei der Einhaltung bestimmter Ernährungsvorschriften unterstützen kann, steht außer Frage. Etwa 5 Millionen Diabetiker in Deutschland können sich deshalb glücklich schätzen, dass die Europäische Gesundheitsbehörde die Steviolglykoside Ende 2011 als Nahrungsmittelzusatzstoffe zugelassen hat. Wie genau aber wirkt Stevia bei Diabetes und wieso ist Stevia für Diabetiker besser geeignet als andere Zuckeraustausch- oder Zuckerersatzstoffe?

Stevia reguliert den Blutzuckerspiegel

Die Zuckerkrankheit gehört zu den Stoffwechselerkrankungen, die seit Jahrzehnten stetig auf dem Vormarsch sind. In Europa sind derzeit über 55 Millionen Menschen betroffen, weltweit sterben jedes Jahr fast 4 Millionen Diabetiker an ihrer Krankheit. Die steigenden Zahlen beziehen sich in erster Linie auf den Diabetes Typ II (früher „Altersdiabetes“), für dessen epidemieartiges Auftreten viele Ernährungswissenschaftler die modernen Ernährungsgewohnheiten verantwortlich machen. Viele Menschen essen heute zuviel, zu süß und zu fett. Das Nährstoffangebot entspricht nicht mehr dem tatsächlichen Energiebedarf. Übergewicht, Bluthochdruck und eben Stoffwechselentgleisungen wie die Zuckerkrankheit sind die Folge. Dem Diabetiker fehlt es an Insulin, das beim Gesunden dafür sorgt, dass die Glukose (Traubenzucker), die aus den Kohlehydraten in der Nahrung stammt, aus dem Blut ins Gewebe gelangt. Bildet der Organismus kein oder zuwenig Insulin, steigt der Blutzuckerspiegel an und die überschüssige Glukose schädigt langfristig die Blutgefäße. Es kommt zu Durchblutungsstörungen, zu einer Überlastung der Nieren und zu schweren Gewebeschäden. Aufgrund seiner besonderen Süßkraft kann Stevia Insulinspiegel und Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht halten. Durch die Steviolglykoside hält Stevia Diabetes und seine Spätfolgen kalorienfrei und auf natürliche Weise in Schach. Mehr noch: Versuche in Südamerika und in Japan legen den Schluss nahe, dass Stevia Blutzucker und dadurch erhöhte Blutwerte sogar aktiv senken kann.

Kann man bei Zuckerkrankheit Stevia verwenden ?

Stevia, Insulin und Ernährung

Insulin wird in spezialisierten Zellen – den sogenannten Langerhans´schen Inseln – in der Bauchspeicheldrüse gebildet, und zwar immer dann, wenn die Glukosekonzentration im Blut ansteigt.

Dazu kommt es bei gesunden Menschen, wenn sie Kohlehydrate zu sich nehmen, die zu Traubenzucker abgebaut werden, oder wenn sie reinen Zucker oder zuviel Fett zu sich nehmen. Eine ausgewogene Ernährung, die weitgehend ohne Zucker und hochkonzentrierte Fette auskommt, ist daher für den Krankheitsverlauf entscheidend. Je besser der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht gehalten werden kann, desto eher lässt sich eine medikamentöse Intervention mit Tabletten oder gar Insulinspritzen vermeiden bzw. stark reduzieren. Da Stevia dem Körper keine Glukose und auch kein Fett liefert, kann Stevia Diabetes Kranken das Leben deshalb deutlich erleichtern.

Stevia: Diabetes ohne Zuckeraustauschstoffe

Bisher mussten Diabetiker, die nicht ganz auf süße Speisen und Getränke verzichten mochten, auf synthetisch hergestellte Süßstoffe wie Saccharin oder Aspartam oder auf Zuckeraustauschstoffe wie Fructose oder Xylit zurück greifen, um ihren Blutzuckerspiegel im Lot zu halten. Beide Substanzklassen haben im täglichen Gebrauch jedoch Nachteile. Aspartam, Sachharin & Co. geraten wegen ihrer potentiellen Nebenwirkungen immer wieder in die Kritik, wodurch sich viele Verbraucher nachhaltig verunsichert fühlen. Und die natürlichen Austauschzucker beeinflussen zwar den Blutzuckerspiegel nicht, fallen aber aufgrund ihres Energiegehalts bei der Nahrungsaufnahme – im wahrsten Sinne des Wortes – trotzdem ins Gewicht. In größeren Mengen wirken sie aufgrund ihres Wasserbindevermögens außerdem abführend und können im Extremfall sogar Durchfälle und andere Verdauungsbeschwerden verursachen, die den Stoffwechsel zusätzlich belasten.

Für die in Stevia Produkten enthaltenen Steviolglykoside wurden noch keine dieser Nebenwirkungen oder Nachteile beschrieben, und das, obwohl Stevia Diabetes Kranken in Südamerika, in Japan und in anderen Teilen der Welt seit vielen Jahrzehnten dabei hilft, ihren Blutzuckerkreislauf möglichst stabil zu halten. In Paraguay werden Stevia und Diabetes sogar häufig in einem Atemzug genannt, denn dort gibt es seit über 50 Jahren einen Teesud, der speziell für Diabetiker aus Stevia Blättern, Blüten und Stängeln hergestellt wird. In Brasilien sind Stevia Tees und Kapseln offiziell als Antidiabetika zugelassen.

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