Die Stevia Verarbeitung ist international auf dem Vormarsch. Immer mehr Länder entdecken für sich das agrar- und volkswirtschaftliche Potenzial, dass die unscheinbare Halbstaude aus Südamerika attraktiv macht. In Paraguay wird Stevia rebaudiana bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts in größerem Maßstab angebaut. Auch Brasilien und Argentinien entschieden sich früh für einen kommerziellen Stevia Anbau. Mitte der 1950er Jahre kam Stevia nach Japan, andere asiatische Länder zogen nach. Heute wird Stevia in China, Taiwan, Südkorea und auf den Philippinen angebaut und verarbeitet. Auch Laos, Thailand und Indonesien gehören zu den Hauptproduzenten. In der westlichen Hemisphäre gibt es bedeutende Stevia Anbauflächen in Kanada, in Israel und in Kalifornien. Und auch verschiedene Mitglieder der EU – vor allem die südlichen EU-Staaten – kommen langsam auf den Geschmack und investieren zunehmend in vielversprechende Stevia Projekte.

Auch die Naturressourcen unserer Stevia Produkte stammen überwiegend aus Europa, u.a. aus Anbaugebieten in Frankreich und Portugal. Dadurch können wir nicht nur eine hohe Qualität der Grundstoffe garantieren, sondern sorgen dank kurzer Transportwege für möglichst wenig CO2-Emissionen.

Stevia Herstellung in Europa

Spanien und Portugal gehört in Europa zu den Pionieren der Stevia Zucht und Verarbeitung. Nicht umsonst hat die EUSTAS, die European Stevia Association, ihren Hauptsitz in Barbastro in der spanischen Provinz Huesca. Auch andere südeuropäische Länder wenden sich derzeit der Stevia Herstellung zu, denn im mediterranen Klima gedeihen die frostempfindlichen Stevia Pflanzen gut.

In Deutschland kamen die ersten kommerziell ausgerichteten Anbauversuche nur schleppend voran, nachdem die EU-Zulassung bis 2011 auf sich warten ließ. Seit 1998 beschäftigt sich die Universität Hohenheim mit dem landwirtschaftlichen Potenzial des Süßkrauts und seit 2002 laufen im Rheinland auch Feldversuche.

Landwirtschaft mit Potenzial

Stevia bietet vor allem Kleinbauern in ärmeren Ländern die Chance, ihre Anbauflächen effizienter zu nutzen.

Auch Erzeuger, die ihre Felder weder bewässern noch düngen können, dürfen mit einem Stevia Ertrag von einer Tonne pro Hektar und Jahr rechnen, aus dem sich pro Tonne etwa 60 kg reines Steviosid gewinnen lassen. Für eine vergleichbare Süßkraft bräuchte man mit Zuckerrüben oder Zuckerrohr mindestens 10mal soviel Anbaufläche! Abnehmer für die süße Ernte finden sich in aller Welt. Japan ist einer der Hauptimporteure, der Inselstaat deckt ein Drittel seines Bedarfs aus dem Ausland. Spätestens seit Coca-Cola 2007 24 Patente für Stevia Süßstoffe eingereicht hat, sind auch die USA im Stevia-Geschäft groß vertreten. Der europäische Markt steht den Stevia Produzenten durch die EU-Zulassung seit Ende 2011 offen.

Stevia Produktion: Vom Tee zum Süßstoffgranulat

Etliche Produzenten nutzen die Stevia Pflanze heute als Rohstoff zur Gewinnung reiner Stevioside, die je nach Sorte und Wirkstoffgehalt 10 bis 14 Prozent der Trockenmasse ausmachen können. Bedeutende Stevia Süßstoff Produzenten sitzen in Südamerika, in Japan und in den USA. Die Stevia Extraktion und Aufreinigung erforderte früher vielfach den Einsatz organischer Lösungsmittel, neuere Verfahren kommen jedoch ohne die aggressiven Zusätze aus. Auch unsere Stevia Produkte werden selbstverständlich ohne solche Zusätze extrahiert. Nur die traditionelle Stevia Verarbeitung, wie sie zum Beispiel in Paraguay noch gang und gäbe ist, verzichtet ganz auf moderne Destillations- oder Reinigungsanlagen. Für den Vertrieb auf den heimischen Märkten werden nach wie vor die Blätter getrocknet und pulverisiert. Das Pulver dient anschließend als Grundlage zur Gewinnung von Extrakten, Streusüßen und flüssigen Stevia Zubereitungen.

Infografik über die Herstellung von Stevia

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