Nicht nur die bitterfreie, gewaltige Süße des natürlichen Süßstoffs Stevia macht es zu einem optimalen Zuckerersatz. Auch die vielen gesundheitlichen Vorteile sprechen dafür, den herkömmlichen Zucker in Speisen oder Desserts durch Stevia zu ersetzen. Im Folgenden finden Sie die 4 wesentlichen Vorteile, die Stevia so wertvoll machen.

Stevia

1. Blutzuckerspiegel: Der Organismus braucht kein Insulin, um die Stevia Süße zu verstoffwechseln. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel weder ansteigt noch abfällt und Stevia so auch für Diabetiker geeignet ist.

2. Energiestoffwechsel: Stevia Produkte haben keinen Brennwert. Das heißt, sie belasten weder den Kohlehydrat- noch den Fettstoffwechsel und beugen lästigen Fettpölsterchen vor. So haben Übergewichtige die Chance mit einer geeigneten Ernährung und Sport leichter ihr Normalgewicht zu erreichen.

3. Säurebildung: Beim Abbau der Steviolglycoside entstehen keine Säuren. Deshalb ist der Genuss von Stevia auch nicht mit einem Absinken des pH-Werts verknüpft. So ist Stevia auch ein geeigneter Zuckerersatz für Menschen mit Haut- und Zahnproblemen und für Allergiker.

4. Mikroorganismen: Der Stevia Zuckerersatz bietet Pilzen und Bakterien keine Nahrungsgrundlage und wirkt deshalb vorbeugend gegen Pilzinfektionen und Karies. Stevia hemmt außerdem das Bakterienwachstum.

Warum Zucker vermieden werden sollte

Dass Stevia den gewöhnlichen Kristallzucker ernährungsphysiologisch leicht ausstechen kann, hängt zum einen damit zusammen, dass raffinierter Zucker ein leerer Energieträger ist. Reiner Zucker versorgt den Körper pro 100 g mit 400 kcal, jedoch fehlen ihm aber sämtliche Mineralien, Vitamine und Spurenelemente. Dies gilt übrigens auch für braunen Zucker, der gelegentlich als die „gesündere“ Variante des weißen Haushaltszuckers gepriesen wird. Brauner Zucker ist aber lediglich eine Reinigungsstufe von weißem Zucker entfernt und enthält deshalb höchstens noch Spuren des ehemals reichen Nährstoffangebots der Rohstoffe. Die Behauptung, dass der braune Zucker natürlicher und damit gesünder sei, ist ein lange gehegter Mythos.
Forscher fanden heraus, dass Zucker süchtig machen kann, da er im Gehirn die gleichen Reaktionen auslöst wie Nikotin, Kokain oder Morphin. Durch die „Sucht“ nach der Süße vertilgt der Mensch oft mehr Zucker als er benötigt. Das kann fatale Konsequenzen für den Körper haben.
Zucker entfaltet seine schädliche Wirkung schon im Mund, denn die dort ansässigen Kariesbakterien nutzen das „weiße Gold“ sofort zur Säureproduktion. Mit Speichel vermischt, wird aus den kristallinen Zuckerkörnchen außerdem eine Zuckerlösung, die sich besonders hartnäckig an die Zähne und in die Zahnzwischenräume schmiegt.

Die Stoffwechselfalle

Zucker wird während der Verdauung in Glucose-Moleküle (Traubenzucker) und Fruktose-Moleküle (Fruchtzucker) gespalten.

Der Traubenzucker gelangt über die Leber in den Blutkreislauf, treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe und kurbelt die Insulinproduktion an. Wird der Organismus kontinuierlich mit zu viel Zucker überflutet, gerät die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse außer Kontrolle. Diabetes und/oder Hypoglykämien wären die Folge.
Die Leber wandelt die überschüssige Glucose in Speicherfett um, das an den bekannten Problemzonen, am Bauch und an den Hüften, seinen Platz findet. Übergewicht, Bluthochdruck, Gelenkbeschwerden und Kurzatmigkeit können die Folge sein. Ein Teil der Fettreserven verbleibt außerdem in der Leber. So kann sich im Extremfall die sogenannte Fettleber herausbilden.
Die beschriebenen Abläufe entfallen beim Genuss von Stevia komplett, da beim Abbau von Stevia weder stoffwechselaktive Einfachzucker noch Fette entstehen.

Vorsicht mit natürlichen Süßungsmitteln!

Wegen der vielen Nachteile von Zucker greifen gesundheitsbewusste Verbraucher nur zu gern zu natürlichen Alternativen wie Honig, Fruchtsirup, Melasse oder Agavendicksaft. Allerdings sind auch diese „gesunden“ Süßungsmittel im Vergleich zu Stevia deutlich im Nachteil, denn letztlich handelt es sich bei Honig, Melasse & Co. immer noch um hochkonzentrierte Zuckerlösungen. Naturbelassene Süßkonzentrate versorgen den Körper zwar zusätzlich mit Vitaminen und Mineralstoffen, zeigen ansonsten aber die gleichen negativen Wirkmuster wie gewöhnlicher Haushaltszucker. Als Bestandteil einer ausgewogenen Vollkost, die sich aus viel rohem Gemüse, Obst und Vollkorn zusammen setzt, kann ein natürlicher Süßstoff wie Honig & Co. Unverträglichkeiten, wie zum Beispiel Verdauungsbeschwerden und Blähungen, hervorrufen. Stevia verträgt sich dagegen problemlos mit jeder Vollwerternährung und bietet darüber hinaus auch Menschen, die bestimmte Diätvorschriften einhalten müssen, eine echte Alternative.

Wie viel Stevia braucht der Mensch?

Mit der Zulassung von Stevia in der EU im Dezember 2011, legte die EFSA auch gleich einen ADI-Wert für die Steviolglycoside fest. Dieser gibt an, wie viel des alternativen Süßstoffs ein Mensch pro Tag zu sich nehmen darf, ohne dass gesundheitliche Gefahren entstehen können. Für die Steviolglycoside liegt der ADI-Wert bei 4 mg pro kg Körpergewicht. Zum Beispiel darf so ein Erwachsener mit einem Körpergewicht von 70 kg, am Tag 280 mg reines Stevia zu sich nehmen. Auch wenn diese Menge recht wenig erscheint, oftmals benötigt man zum Süßen selbstzubereiteter Speisen viel weniger Stevia.
Um Stevia Produkte sicher zu dosieren, ist es als Stevia Unerfahrener oder Neuling nützlich, über die Stevia-Zucker-Umrechnung Bescheid zu wissen. Jedoch kann diese je nach Darreichungsform und Produkt variieren. Grundsätzlich ist zu sagen, dass reines Stevia etwa 250- bis 450-mal süßer als Haushaltszucker sein kann. Bei der Verwendung von Stevia gilt deshalb die Faustregel: Weniger ist zunächst mehr. Nachsüßen können Sie später immer noch. Erfahrene Stevia Nutzer erstellen sich mit der Zeit ihre eigene Umrechnungstabelle. Hier ein Beispiel für Einsteiger:

Zu beachten gilt noch, dass die Süßkraft der Steviolglycoside, anders als die des Zuckers, in Abhängigkeit von der eingesetzten Menge nicht kontinuierlich zunimmt. Dies bedeutet, dass sich der süße Geschmack ab einer bestimmten Konzentration nicht mehr steigern lässt.

Zucker versus Zuckerersatz Infografik

Stevia im Vergleich mit Zucker und anderen Süßstoffen

Naturbelassen Süßkraft gegen-
über Zucker
Brennwert Glykämischer Index (GI) Zahn-
freundlichkeit
Erhältlichkeit
Stevia Ja 200- bis 400-fach 0 0 Ja Eingeschränkt verfügbar
Zucker Ja -/- 12 kcal pro TL (Teelöffel) 100 Nein Frei verfügbar
Saccharin Nein 200- bis 800-fach 0 0 Ja Frei verfügbar
Aspartam Nein 160- bis 220-fach 0 0 Ja Frei verfügbar
Sucralose (Splenda) Nein 500- bis 600-fach 0 0 Ja Frei verfügbar
Zucker-
alkohole
Ja 40% bis 90% von Zucker 0 0 Ja Frei verfügbar

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