Wer an Diabetes leidet, muss bestimmte Ernährungsvorschriften einhalten und seinen Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren. Vor allem das Naschen von zuckerhaltigen Süßspeisen oder Getränken ist oftmals tabu. Lediglich Süßstoffe, die keinen Einfluss auf den Insulinspiegel des Körpers haben, sind erlaubt, somit auch Stevia. Wie genau aber wirkt Stevia bei Diabetes und wieso ist Stevia für Diabetiker besser geeignet als andere Zuckeraustausch- oder Zuckerersatzstoffe?

Stevia bei Diabetes

Die Krankheit Diabetes

Mehr als 7 Millionen Menschen leiden laut dem Gesundheitsbericht 2015 in Deutschland an der Krankheit Diabetes mellitus, welche auch oft als Zuckerkrankheit bezeichnet. Die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr steigt stetig an. Grundsätzlich lässt sich sagen: Wer an Diabetes erkrankt ist, dem fehlt es an Insulin, welches bei gesunden Menschen dafür sorgt, dass die Glucose (umgangssprachlich Traubenzucker), die aus den Kohlenhydraten in der Nahrung stammt, aus dem Blut ins Gewebe gelangt. Genauer kategorisiert man dabei 2 Typen des Insulinmangels.
Diabetes Typ 1 wird oft schon in der Kindheit, Jugend oder dem jungen Erwachsenenalter diagnostiziert und entwickelt sich meist schlagartig innerhalb weniger Wochen. Die Bauchspeicheldrüse stoppt die Insulinproduktion, was zu einem absoluten Mangel im Körper führt. Dieser äußert sich vor allem durch großen Durst, häufigen Harndrang, Müdigkeit oder plötzlichen Gewichtsverlust. Bleibt Diabetes Typ 1 unbehandelt, kann es zu Durchblutungsstörungen, Schlaganfällen oder Herzinfarkten kommen.
95 % der Diabetes- Erkrankungen zählen allerdings zum Typ 2, welcher früher auch als Altersdiabetes bekannt war. Heutzutage leiden aber auch immer mehr junge Menschen an Diabetes Typ 2. Hier produziert die Bauchspeicheldrüse zwar weiter Insulin, welches aber nicht mehr durch die Körperzellen aufgenommen werden kann. Diese entwickelten über die Jahre eine Insulinresistenz, weswegen sich auch Symptome wie Müdigkeit und Leistungsabfall erst oft nach einigen Jahren zeigen. Folgen einer Diabetes Typ 2 können verstopfte Blutgefäße und Durchblutungsstörungen sowie ein erhöhtes Risiko auf Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch Nierenversagen sein.

Kann Stevia bei Diabetes helfen?

Ernährungswissenschaftler machen vor allem die modernen Ernährungsgewohnheiten für die steigende Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen verantwortlich. Viele Menschen essen heute zuviel, zu süß oder/und zu fett. Das Nährstoffangebot entspricht nicht mehr dem tatsächlichen Energiebedarf. Eine kohlenhydratreiche Ernährung, Übergewicht oder ein Bewegungsmangel können Diabetes begünstigen.

Stevia kann vor allem bei einer kohlenhydratreichen Ernährung Abhilfe schaffen. Aufgrund seiner besonderen Süßkraft ersetzt Stevia den gewöhnlichen Kristallzucker in Nahrungsmitteln und man spart so nicht nur eine Menge Kalorien, sondern auch Kohlenhydrate. Durch den besonderen chemischen Aufbau der süßen Stevia Inhaltsstoffen, den Steviolglycosiden, bleiben dabei Insulin- und Blutzuckerspiegel unbeeinflusst. Mehr noch: Forschungsversuche in Südamerika und in Japan legen den Schluss nahe, dass Stevia Blutzucker und erhöhte Blutwerte sogar aktiv senken kann.

Stevia, Insulin und Ernährung

Insulin wird in spezialisierten Zellen, den sogenannten Langerhans´schen Inseln, in der Bauchspeicheldrüse gebildet, und zwar immer dann, wenn die Glucosekonzentration im Blut ansteigt. Dazu kommt es bei gesunden Menschen, wenn sie Kohlehydrate zu sich nehmen, die zu Traubenzucker abgebaut werden oder wenn sie reinen Zucker oder zuviel Fett zu sich nehmen. Eine ausgewogene Ernährung, die weitestgehend ohne Zucker und hochkonzentrierte Fette auskommt, ist daher für den Krankheitsverlauf entscheidend. Je besser der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht gehalten wird, desto eher lässt sich eine medikamentöse Intervention mit Tabletten oder gar Insulinspritzen vermeiden bzw. stark reduzieren. Da Stevia dem Körper weder Glucose noch Fett liefert, kann die natürliche Süße Diabetes-Kranken das Leben deshalb deutlich erleichtern.

Stevia: Diabetes ohne Zuckeraustauschstoffe

Bisher mussten Diabetiker, die nicht komplett auf süße Speisen und Getränke verzichten wollten, auf synthetisch hergestellte Süßstoffe wie Saccharin oder Aspartam oder auf Zuckeraustauschstoffe wie Fructose oder Xylit zurück greifen, um ihren Blutzuckerspiegel im Lot zu halten. Beide Substanzklassen haben im täglichen Gebrauch jedoch Nachteile. Aspartam, Saccharin & Co. geraten immer wieder wegen ihrer potentiellen Nebenwirkungen in die Kritik, was viele Verbraucher sehr verunsichert und abgeschreckt. Die natürlichen Austauschzucker, wie Fructose & Co., beeinflussen zwar den Blutzuckerspiegel nicht und fallen aufgrund ihres Energiegehalts bei der Nahrungsaufnahme trotzdem ins Gewicht.

Stevia Kalorien

Keiner dieser Nachteile hat sich bisher für die in Stevia Produkten enthaltenen Steviolglycoside bestätigt. Daher verwenden es Diabetiker in verschiedenen Teilen der Welt schon länger. In Paraguay werden Stevia und Diabetes sogar häufig in einem Atemzug genannt, denn dort gibt es seit über 50 Jahren einen Teesud, der speziell für Diabetiker aus Stevia Blättern, Blüten und Stängeln hergestellt wird. In Brasilien sind sogar Stevia Tees und Kapseln offiziell als Antidiabetika zugelassen.

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